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Das Leben der Römer am Limes

Nachdem die Ostalb um das Jahr 85 n. Chr. von den Römern besetzt, das neu eroberte Gebiet militärisch gesichert und eine Infrastruktur aufgebaut war, entstanden bei den Militärlagern schon bald Zivilsiedlungen. Hier lebten zunächst nicht nur die Familien der Soldaten, sondern auch Handwerker und Händler sowie die Betreiber zahlreicher Schankwirtschaften, die alle von der Kaufkraft der Soldaten profitierten.
Im Schutz des Rätischen Limes - der Teufelsmauer - entwickelte sich die zivile Besiedlung dann sehr rasch. Zusätzlich zu den etwa 3.300 Soldaten, die im Gebiet des Ostalbkreises die 59 km lange Grenzlinie bewachten, ist noch mit mindestens doppelt so vielen Zivilpersonen in den Lagerdörfern und auf den Gutshöfen auf dem flachen Land zu rechnen. Die Bevölkerung genoss auch hier alle Annehmlichkeiten der römischen Kultur. Neben einheimischen Erzeugnissen wurden Lebensmittel aus dem ganzen römischen Reich angeboten, wie zum Beispiel Olivenöl aus Spanien, Wein aus Italien oder die beliebte Fischsauce der Römer vom Mittelmeer.

Auch für Entspannung und Gesundheit wurde gesorgt. Zur Römerzeit gab es im Gebiet des Ostalbkreises an jedem Kastellstandort ein großes Badegebäude mit perfekter Klimatechnik und fließendem Wasser, das nach Ausweis der Funde im Kastellbad von Buch auch der Zivilbevölkerung zugänglich war. Selbst die größeren der Gutshöfe auf dem Land hatten eigene Badegebäude. Ein Standard, der für unsere Gegend erst wieder im 20. Jahrhundert erreicht wurde. Somit stellte der Limes nicht nur eine Macht-, sondern auch eine Kulturgrenze dar.
Ansprechpartner/in
Limesinformationszentrum Baden-Württemberg
St.-Johann-Straße 5
73430 Aalen
Telefon: 07361- 52 82 87 - 41
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